
Programm 2026
Fachforum Stadtpolizei und Ordnungsamt-Vollzugsdienst
21. Mai 2026, 10:00 - 13:00 Uhr
Die Herausforderungen im Bereich der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in Städten und Gemeinden durch gesellschaftliche Veränderungen sowie Anforderungen durch Bündnis- und Landesverteidigung verändern sich weiter.
Zur Aufrechterhaltung der allgemeinen öffentlichen Sicherheit und Ordnung werden auf der Grundlage landesspezifischer Gesetze unterschiedliche Stadt- oder Kommunalpolizeien sowie Einsatzkräfte der Ordnungsämter eingesetzt. Unterschiedlich ist auch deren Bezeichnung: Stadtpolizei, Ordnungspolizei, Kommunalpolizei, Kommunaler Ordnungsdienst, Polizeibehörde.
Dieses Fachforum dient den Beteiligten als Informationsaustausch-Plattform zur Kommunikation und für Lösungswege.
Die GPEC® bietet eine spezialisierte Plattform für den Austausch über die moderne Stadtpolizei und den kommunalen Ordnungsdienst. Die Veranstaltung befasst sich mit den aktuellen strategischen Herausforderungen, der technischen Ausstattung sowie den rechtlichen Rahmenbedingungen dieser wichtigen Sicherheitssäulen. Neben der Analyse von Befugnissen und der interbehördlichen Zusammenarbeit widmet sich das Programm im Jahr 2026 auch der zentralen Frage der Strafverteidigung von Polizeibeschäftigten im Strafverfahren. Es werden praxisnahe Einblicke in die rechtliche Absicherung von Einsatzkräften sowie spezialisierte Strategien zur Vertretung bei Vorwürfen im Dienstkontext vermittelt
Moderation: Erster Polizeihauptkommissar Ass. jur. Dirk Weingarten, Datenschutzbeauftragter; HöMS Hessische Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit
Inhalte u.a.:
- Unterschiedliche Begriffsbezeichnungen in Hessen: Hilfspolizei, Kommunalpolizei, Ordnungspolizei, Stadtpolizei, Verkehrspolizei, etc. für ein und die selbe Berufsgruppe
- Spannungsfeld Innere Sicherheit (für Recht und Ordnung sorgen) vs. Kommunalwahl, Stadtspitze möchte wiedergewählt werde (Problem: Jedem Recht und keinem weh)
- Ausstattung mit Taser und oder Jet Protector
- Inhalt der individuellen Bestellung (Bestallung), oft falsch und oft werden die Konsequenzen nicht durchblickt
- Anerkennung der Ausbildung zur Hilfspolizei im Rahmen des § 8 Nr. 2 BewachV; hier muss der Bundesgesetzgeber ran!
- Mangelnde Fortbildungsmöglichkeiten
- Verzahnung Vollzugspolizei, Wachpolizei und Hilfspolizei (in Hessen)
- Mangelndes Wissen der Bevölkerung und insb. auch der Vollzugspolizei über Aufgaben und Befugnisse der Hilfspolizei; oft nur Wahrnehmung als "Knollenschreiber"
- Altersgrenze 67 zur Rente, wie soll das klappen?
- Herausforderungen Kontrolle von Verbotszonen: Waffen-, Alkoholverbotszonen, Kontrolle in Bussen
- Gewerkschaften haben diesen Berufszweig auch entdeckt
- Absicherung für den Fall der Fälle, auch rechtlich, Rechtsanwälte die verletzte oder angezeigte Hilfspolizisten vertreten
Agenda
| Zeit | Themen: Vortragende |
|---|---|
| 10:00 | Begrüßung, Organisatorisches und Einleitung: Moderator Dirk Weingarten, Lehrbeauftragter Ausbildung Stadtpolizei |
| 10:15 | Rollenwechsel des Stadtordnungsdienstes der Stadt Leipzig: Vom Ermittlungsdienst zu einer robusten Polizeibehörde: Martin Wolf, seit Januar 2026 Abteilungsleiter der Stadtordnungsdienst und damit Leiter der Polizeibehörde von Leipzig; Zuvor Polizeibeamter im Land Sachsen-Anhalt |
| 10:45 | Umgestaltung der Ordnungspolizei zur Stadtpolizei + Erhöhungen der Entgeltgruppen über optionale Aufbaulehrgänge; Michael Pollesch, Jurist, Amtsleitung Amt für öffentliche Sicherheit und Ordnung Friedberg; ehemaliger Polizist |
| 11:15 | Thematische - inhaltliche Unterscheidung und Schwierigkeiten in der Öffentlichkeit, öffentliches Verständnis und Vereinheitlichung (Uwe Martens) + Öffentliche Wahrnehmung und Verständnis in der Zusammenarbeit verschiedener Sicherheitsbehörden, Auswirkungen in der Praxis (Lars Börner): Uwe Martens, Abteilungsleitung, Stadtpolizei Frankfurt am Main, zuvor Sachgebietsleiter der Allgemeinen Ordnungs- und Sicherheitsverwaltung bei der Stadtverwaltung Mainz; Lars Börner, Stadtpolizist in Frankfurt am Main, insb. Bahnhofsgebiet |
| 12:15 | Strafverteidigung bei Amtsdelikten (Potentiell relevante Sachverhalte und praktischer Umgang der Staatsanwaltschaften damit) + Erläuterungen für Betroffene, worauf man achten sollte und welche Fehler es im Umgang mit Strafverfahren zu vermeiden gilt + Formelle und materielle Schwierigkeiten bei der Verteidigung von Polizeibeschäftigten: Dr. Pascal Johann, Rechtsanwalt |
| 12:45 | Abschlussrunde mit allen Referenten: Besprechung „offener“ Inhalte + Fragen aus dem Plenum |
| abschließend | Resümee, Verabschiedung + Messebesuch: Moderator Dirk Weingarten |
Teilnehmerkosten
- Ticket Behörde: EUR 75,00 € inkl. MwSt., ab 2 Teilnehmende der gleichen Dienststelle für jede Person 50% Rabatt, also: EUR 37,50 € inkl. MwSt.
- Ticket Aussteller: EUR 75,00 € zzgl. MwSt.
Die Teilnehmeranmeldung, die wie immer auch den Fachmesseeintritt an allen Messetagen inkludiert, ist über das folgende Anmeldeformular möglich.
Abhängig von den Einstellungen Ihres Systems kann es sein, dass Sie zweimal den Senden-Button klicken müssen, bis die Meldung "`Vielen Dank ..." erscheint.